Facebook Messages

4 Februar 2011 von Johannes 1 Kommentar »

Ich habe vor einiger Zeit einen Erfahrungsbericht zu Google Wave verfasst und habe deshalb beschlossen, auch das neue Facebook Messages unter die Lupe zu nehmen.
Grundsätzlich sind sich diese Systeme sehr ähnlich, da beide Chat und E-Mail Verkehr zusammenführen (+ SMS bei Facebook).

Überblick

Das neue Nachrichtensystem von Facebook kombiniert jetzt Nachrichten, Chats, SMS und E-Mails. Sprich wenn man mit einer Person über mehrere Systeme kommuniziert, wird der Nachrichtenverlauf gebündelt in Facebook Messages dargestellt.
Unterschieden werden können die einzelnen Kommunikationsmedien anhand eines kleinen Icons rechts von der Nachricht.

Benutzung

Zu Beginn muss man seine “@facebook.com” E-Mail Adresse festlegen und daraufhin auch sein Handy für den SMS Versand registrieren (Dieser Schritt kann auch übersprungen werden). Nachdem man diese beiden Schritte abgeschlossen hat, kann man sofort die neue Nachrichtenübersicht verwenden.
Bereits nach ersten Tests letzte Woche wurde mir klar, dass es sich hierbei um eine Entwicklungsversion und nicht um eine fertige Version der Funktionalität handelt. Jede 2 Anfrage (insbesonders Suchanfragen und Seitenwechsel in der Nachrichtenübersicht) führten zu unterschiedlichsten Fehlermeldungen.
Lobenswert hervorzuheben ist jedoch, dass der Großteil dieser Fehler heute nicht mehr auftritt (was meiner Meinung nach bei diesen Features auch so sein sollte).

Nützlichkeit

Doch gleich mal zum größten Hacken an der neuen Funktionalität. Will man sich für das SMS System registrieren, erhält man in Österreich nur den Netzanbieter “3″ zur Auswahl. Ist ja nicht so, dass jeder österreichische Facebooknutzer auch ein “3″ Handy besitzt. Hier muss dringend nachgebessert werden.
Zusätzlich frage ich mich, ob wirklich irgendjemand auf diese SMS Funktionalität zurückgreifen möchte (ausser Benachrichtigungen)?

Fazit

Google ist mit seiner “Wave” gescheitert, zumindest kenne ich niemanden, der diese Funktion wirklich regelmäßig nutzt.

Auch Facebook wird mit “Messages” nicht den großen Wurf landen, doch finde ich es eine gute Möglichkeit Nicht-Smartphone Besitzer über neue Nachrichten zu informieren (per SMS).
Ob ich jemals eine “Message” an eine E-Mail Adresse oder per SMS verschicken werden sei dahingestellt.

Wie und ob das neue Messages System in der Praxis funktioniert, wird sich sicher erst in ein paar Monaten zeigen, wenn jeder User Zugriff auf das Feature hat.

Weiter Informationen unter: http://www.facebook.com/about/messages/

.NET 3.5 – 64bit PC/Betriebssystem erkennen

20 November 2010 von Johannes 1 Kommentar »

Das .NET Framework 4 bietet ja mittlerweile eine Eigenschaft um auszulesen, ob es sich um ein 32 oder um ein 64bit Betriebssystem handelt. Doch im .NET Framework 3.5 ist eine solche Option nicht enthalten.

Datenbreite Prozessor
Um festzustellen, welche Datenbreite der Prozessor unterstützt kann einfach eine WMI Query auf Win32_Processor auf das Feld “DataWidth” abgesetzt werden.

Is64bitOS
Im MSDN Artikel zur IntPtr Größe habe ich die Information gefunden, dass die Größe des Datentyps auf einem 32bit Betriebssystem immer 4 ist und unter 64bit immer 8.

Doch was passiert, wenn ich eine 32bit Applikation in einem 64bit Betriebssystem ausführe?
Die Executable wird mit einer 32bit CLR ausgeführt und daraus resultiert wiederum eine IntPtr Größe von 4.

Glücklicherweise gibt es zum Feststellen einer solchen Situation eine Windows API Funktion – IsWow64Process. Diese liefert “true” zurück, wenn sie erfolgreich ausgeführt werden konnte. Das Resultat der Abfrage kann über den “out” parameter ermittelt werden. Dieser ist “true” wenn man sich auf eine 64bit System befindet, ansonsten nimmt er den Wert “false” an.

Doch nachdem das ein recht “junge” Funktion ist, wird sie erst ab WinXP SP2 unterstützt, daher sollte man unbedingt die Existenz dieser Funktion im Kernel überprüfen. (Vorgehensweise wird direkt im MSDN Artikel beschrieben).

C# Implementierung
Zuerst die P/Invokes für die Windows API Funktionen:

[DllImport("kernel32.dll")]
static extern IntPtr GetCurrentProcess();

[DllImport("kernel32.dll", CharSet = CharSet.Auto)]
static extern IntPtr GetModuleHandle(string moduleName);

[DllImport("kernel32.dll", CharSet = CharSet.Auto, SetLastError = true)]
static extern IntPtr GetProcAddress(IntPtr hModule, [MarshalAs(UnmanagedType.LPStr)]string procName);

[DllImport("kernel32.dll", CharSet = CharSet.Auto, SetLastError = true)]
[return: MarshalAs(UnmanagedType.Bool)]
static extern bool IsWow64Process(IntPtr hProcess, out bool wow64Process);

Funktion zum Überprüfen, ob die Funktion IsWow64Process existiert:

private bool DoesIsWow64ProcessExist()
{
IntPtr moduleHandle = GetModuleHandle("kernel32.dll");
if (moduleHandle == IntPtr.Zero)
return false;
return (GetProcAddress(moduleHandle, "IsWow64Process") != IntPtr.Zero);
}

Und abschließend die Funktion zur Überprüfung ob man sich auf einem 64bit System befindet:

public bool Is64BitOS()
{
bool bReturn = false;
if (IntPtr.Size == 8 )
{
bReturn = true;
}
else
{
bool bFlag;
if (DoesIsWow64ProcessExist())
{
IntPtr currentProc = GetCurrentProcess();
if (IsWow64Process(currentProc, out bFlag) && bFlag)
bReturn = true;
}
}
return bReturn;
}

Microsoft Security Essentials

15 November 2010 von Johannes 2 Kommentare »

Ich habe mich heute dazu entschlossen, den Avira Antivir zu deinstallieren und stattdessen die Microsoft Security Essentials auszuprobieren. Über Microsoft Connect habe ich die aktuelle Beta Version 2 geladen und installiert.

Besonders auffallend war, dass die Installation auf einem 64bit Rechner doppelt solang dauerte, wie auf einem 32bit Gerät. (Wtf MS)
Doch bereits nach dem ersten Start, war ich von der Applikation positiv überrascht.
Der Update Vorgang startete automatisch und behinderte mich (im Gegensatz zu Antivir) nicht bei meiner Arbeit. Das Interface wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Alle notwendigen Funktionen sind mittels einigen Mausklicks einfach zu erreichen.

Sofort fand das Programm den ersten Schädling auf dem System und bot mir an, diesen automatisch zu “bearbeiten” oder mir Details zu dem File anzuzeigen. Im sehr übersichtlichen Detailfenster kann man auswählen, ob die Datei entfernt werden sollte oder bei zukünftigen Scanvorgängen einfach ignoriert werden sollte.

Auf den ersten Blick läuft die Software sehr resourcensparend im Hintergrund. Nettes Feature am Rande: man kann die maximale CPU Last während eines Scanvorganges limitieren.

Alles in allem bin ich mit der Gratis Antivirus Lösung von Microsoft bisher sehr zufrieden. Einziges Manko, der Updatezyklus, kann noch nicht über ein Interface festgelegt werden. (Aber diesen Punkt wird MS in einer der nächsten Versionen sicher noch nachbessern.)

Den Downloadlink und weitere Informationen zur Applikation erhaltet ihr unter: http://www.microsoft.com/security_essentials/

Slipknot – Paul Gray gestorben

26 Mai 2010 von Johannes Keine Kommentare »

Paul Gray, Bassist der Band Slipknot, ist am 24. Mai 2010 in Urbandale, Iwoa gestorben. Die Todesursache ist bisher unbekannt, möglicherweise waren Drogen im Spiel.

Die Band hat gestern offiziell zum Tod ihres Kollegen Stellung genommen. Die Bandmitglieder teilen mehrmals mit, dass Paul die Essenz von Slipknot war und dass sie ohne ihn nicht auf diesem Weg wären. Diese Aussagen lassen wilde Spekulationen über die Zukunft der Band zu.

Wie wird es wohl mit Slipknot weitergehen?

May his soul and the souls of all the departed faithful by God’s mercy rest in peace.

Google Wave – E-Mail 2.0?

9 Dezember 2009 von Johannes Keine Kommentare »

Ich verwende jetzt seit zirka einem Monat Google Wave und habe mir einen Überblick über die Funktionalitäten des Systems gemacht.

Der Start

Am ersten Tag meiner Nutzung waren die Wave Server anscheinend schwerstens überlastet. Die Seite wurde entweder nicht vollständig aufgebaut oder das Laden der Seite dauerte mehrere Minuten. Auch jetzt ist die Wave Seite noch sehr langsam und träge. Das Anlegen einer neuen Wave oder das Editieren einer bestehenden Wave kann durchaus ein paar Minuten dauern.

Wave´s Browserprobleme

Ich konnte bisher in keinem Browser feststellen, dass Wave zu hundert Prozent funktionierte. (Liegt möglicherweise daran, dass es sich noch in der Beta Phase befindet)
Doch die Ausgrenzung der Internet Explorer User ist echt eine Frechheit.

Google Chrome Frame Dialog

Google Chrome Frame Dialog

Um Google Wave auch mit dem Internet Explorer nutzen zu können, muss (!!!) das “Google Chrome Frame” installiert werden. Man kann diesen Installationsdialog zwar überspringen, erhält dann aber folgende  Fehlermeldung:

Internet Explorer Fehlermeldung

Internet Explorer Fehlermeldung

Nicht einmal das Panel Layout wird nicht korrekt aufgebaut. Google argumentiert ja, dass das “Google Chrome Frame” den Internet Explorer um HTML 5 Funktionen erweitert. Bei den Panels handelt es sich jedoch um Standard HTML Layers, die auch der Internet Explorer unterstützt. Also sollte zumindest das Layout korrekt dargestellt werden können.

Meines Erachtens, sollten Webapplikationen darauf ausgerichtet sein in jedem Browser zu funktionieren (oder zumindest in dem mit dem höchsten Marktanteil) ohne dass irgendwelche Plugins installiert werden müssen.

Zusätzlich musste ich feststellen, dass Google Wave den Webbrowser nach längerer Verwendung träge und unbenutzbar macht. Die CPU Belastung durch die Webapplikation beträgt auch im Leerlauf zwischen 1 und 5 Prozent. Wenn man nacheinander mehrere Waves öffnet, erhöht sich der verbrauchte Arbeitspeicher drastisch. Teile des verwendeten Speichers werden nicht mehr freigegeben sodass ein Browserneustart nach einer gewissen Arbeitszeit unumgänglich ist.

Funktionen

Google Wave ist eine Mischung aus E-Mail und Chat Client. Unterhaltungen können in Echtzeit geführt werden und bereits bestehende Beiträge von anderen Waveteilnehmern nachträglich verändert werden.
Über die Playback Funktion ist es jedem Waveteilnehmer möglich den genauen Wave Ablauf nachzuvollziehen, da die einzelnen Bearbeitungsschritte der Reihe nach durchlaufen werden.

Für Onlinebesprechungen mögen diese Funktionen ja nett sein, aber für den normalen User beziehungsweise den normalen E-Mail Verkehr stellt das Tool keine Option dar. Ich sehe es nicht als sinnvoll an, dass jemand einfach einen von mir verfassten Text in einer Kommunikation verändern und erweitern kann.

Ich stehe dieser neuen Applikation skeptisch gegenüber, da ich keinen klaren Nutzen daraus sehen kann. Einerseits sind zuwenige Freunde/Bekannte Google Wave User, andererseits nutze ich Gmail als Kommunikationsplattform, das ja mit dem Google Talk Widget änhliche Funktionalitäten bietet.

Ob und wann Google Wave das bestehende E-Mail System ablösen soll ist noch nicht abzuschätzen. Auf jeden Fall müssten dazu noch einige Funktionalität und Gimmicks nachgerüstet werden und alle gängigen Browser unterstützt werden.

Alle Interessierten können sich auf folgender Website für das Beta Programm anmelden.